Verdienstgrenzen von Mini- und Midijobs ändern sich

Zusammen mit der Erhöhung des Mindestlohns auf 12 € ändern sich ab 1. Oktober 2022 auch die Verdienstgrenzen von Mini- und Midijobs. Im Minijobbereich steigt die Verdienstgrenze von 450 auf 520 €. Diese orientiert sich an einer 10-Stunden-Woche und dem zukünftigen Mindestlohn von 12 € pro Stunde.
Auch der Lohn von Midijobs wird angepasst werden. Die Verdienstgrenze steigt hier von 1.300 auf 1.600 €.
Quelle: KKH

Realitäten anerkennen!

Die Ampel-Koalition muss Handlungsfähigkeit beweisen

Die Probleme für den Mittelstand reißen nicht ab. Die Energiepreise pendeln sich auf zu hohem Niveau ein und sind mit absoluter Planungsunfähigkeit behaftet. Lieferketten drohen nicht nur Aufgrund der Ukraine-Krise, sondern auch wegen der No-Covid-Politik Chinas zusammenzubrechen. In dieser für den Mittelstand und damit für den Wohlstand unseres Landes äußerst bedrohlichen Situation gilt es daher nun, die „Neue Realität“ anzuerkennen und ideologische Barrieren abzubauen. Die Wirtschaft ist das Standbein unserer Gesellschaft. Es ist daher unnötig, Debatten über ein Tempolimit zu führen, sondern vielmehr darüber, wie man die Realisierung der versprochenen Energiepreissenkungen zeitnah verwirklichen kann und diese auch für die Wirtschaft praktikabel umsetzt. Die Entlastung der Wirtschaft sichert Arbeitsplätze und bekämpft zudem effektiv die Inflation. Es gibt an dieser Stelle deutlichen Nachholbedarf.
Die neue Bundesregierung muss jetzt handlungsfähig werden.

„Der Krieg in der Ukraine hat die Welt, Europa und Deutschland verändert. Die Wirtschaft, die Gesellschaft und die Politik sind gezwungen umzudenken und neue Wege zu gehen. Dafür brauchen wir eine entscheidungsfähige Regierung, die schnell und unbürokratisch handelt.
Leider kommt das Oster-Entlastungspaket nicht wirklich schnell und wirksam an. Sanktionen sind richtig und wichtig. Diese dürfen aber nicht unseren eigenen Mittelstand und die damit verbundene Handlungsfähigkeit unserer Wirtschaft schwächen.
Durch die hohen Energiepreise stehen Existenzen auf dem Spiel. Jetzt muss die Regierung handeln sonst sind die Ostereier faul“, so Liliana Gatterer, Präsidentin des Bund der Selbständigen Rheinland-Pfalz & Saarland e.V.
„Wohlstand bedeutet mitnichten dicke Autos und große Villen, sondern schlicht den Erhalt der von als selbstverständlich gehaltenen Art zu Leben – mit funktionsfähigen sozialen Systemen, Rentengarantien, Krankenhäusern, Schulen, Sicherheitseinrichtungen wie Polizei und Feuerwehr, einer flächendeckend funktionsfähigen Infrastruktur und nicht zuletzt auch mit der Möglichkeit, bei der Energiewende voranzugehen!“, zeigt sich die Präsidentin des BDS Bayern, Gabriele Sehorz überzeugt.

Der Präsident von Mittelstand in Bayern (mib), Ingolf F. Brauner, adressiert deutliche Worte an die Ampel: „Die aktuellen Herausforderungen sind immens und erfordern eine straffe und klare politische Führung. Leider entspricht die Bundesregierung diesem Bild derzeit in keiner Weise. Während der Koalitionsvertrag noch in vorbildlicher Teamarbeit erstellt wurde, liefert die praktische Umsetzung einen Flop nach dem anderen. Der desaströse Eindruck wird verstärkt durch langwierige Abstimmungsprozesse, faule Kompromisse, offenen Widerspruch zwischen den Koalitionspartnern und einem Führungsvakuum an der Spitze. Das Energiegeld wurde zwischen den Regierungsparteien zerredet und geht vollkommen an den Notwendigkeiten des Mittelstands vorbei, die Impflicht fiel den Ideologieunterschieden der Ampelpartner zum Opfer und die Haltung gegenüber Russland wird durch nicht abgestimmte Statements aufgeweicht. Um Wohlstand und sozialen Frieden nicht endgültig aufs Spiel zu setzen, ist es besonders in schwierigen Zeiten wichtig, einen verbindlichen Zukunftsplan geschlossen und tatkräftig umzusetzen.“
Es gilt jetzt, die echten Probleme der Gesellschaft zu lösen und keine politischen Grabenkämpfe zu führen. Die Situation ist dafür einfach zu ernst.

   

Überbrückungshilfe IV kann beantragt werden

Die Überbrückungshilfe IV kann beantragt werden. Diese gilt für die Fördermonate April bis Juni 2022. Anträge können über prüfende Dritte eingereicht werden. Stichtag ist der 15. Juni 2022.
Weitere Informationen finden Sie auf der Seite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz: Homepage BMWK
Es muss darauf hingewiesen werden, dass die Überbrückungshilfe nur für Corona-bedingte Umsatzausfälle gilt, nicht für Ausfälle durch den Ukraine-Konflikt.

Anstieg der Existenzgründungen 2021

Die Existenzgründungen für das Jahr 2021 sind im Vergleich zum Vorjahr auf 607.000 angestiegen. Das entspricht einem Plus von 13%. Die Vollerwerbsgründungen hatten hierbei ein Plus von 18%, Nebenerwerbsgründungen 10%. Auch sogenannte Chancengründungen nahmen zu, d. h. Personen, die ein besonderes Vertrauen in ihr Gründungsprojekt haben. Sie spielen in der Corona-Krise eine große Rolle. Notgründungen liegen dagegen mit 15% auf einem Tiefstand. Eine geringere Rolle spielen allerdings Gründungen durch eine Unternehmensübernahme. Hier haben Neugründungen ein deutlich stärkeres Gewicht.
„Wir freuen uns, dass die Menschen wieder mutiger werden und sich in die Selbständigkeit begeben. 2020 hatte die Corona-Pandemie große Auswirkungen auf das Gründungsverhalten. Viele waren zurückhaltend und legten ihre Pläne auf Eis. Man wusste nicht was auf einen zukommen würde. Das hat sich 2021 geändert. Nicht realisierte Pläne wurden wieder aufgegriffen und jetzt umgesetzt, man ergriff die Chance zur Gründung“, so Liliana Gatterer, Präsidentin vom Bund der Selbständigen Deutschland e.V.

Quelle: KfW-Gründungsmonitor

Preisanpassung im Bauhandwerk

Aufgrund massiver Lieferengpässen bei Baustoffen und daraus resultierenden Preissprüngen ist eine seriöse Kalkulation von Bauprojekten immer schwieriger geworden. Bundesbauministerin Geywitz und Bundesverkehrsminister Wissing haben daher einen Erlass veröffentlicht, der Lieferengpässe und Stoffpreisänderungen für Bauvorhaben des Bundes einheitlich regeln soll. Dieser besagt, dass Neuverträge mit Preisgleitklauseln versehen werden, die die Marktentwicklung einbeziehen und sich daran anpassen sollen. Im Einzelfall können auch Preise bei bestehenden Verträgen nachträglich angepasst werden. Dies soll zunächst bis zum 30. Juni 2022 gelten und ist für öffentliche Bauleistungen verbindlich. Hiermit haben Bauunternehmen nun die Möglichkeit wieder Angebote abgeben zu können. Die Verkürzung des Mindestabstandes zwischen Angebotsabgabe und Einbau von sechs auf einen Monat hat auch einen positiven Effekt, der kurzlaufenden Bauverträgen auch eine Preisgleitung ermöglicht.

Für folgende Produktgruppen gelten die Preisgleitklauseln:
• Stahl und Stahllegierungen
• Aluminium
• Kupfer
• Erdölprodukte (Bitumen, Kunststoffrohre, Folien und Dichtbahnen, Asphaltmischgut),
• Epoxidharze
• Zementprodukte
• Holz
• Gusseiserne Rohre

Quelle: Deutsches Handwerksblatt

BSI warnt vor Virenschutzsoftware Kapersky

Wir informieren Sie, dass das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) vor der Benutzung der Virenschutzsoftware von Kapersky warnt, da nicht ausgeschlossen werden kann, dass Russland die Firma Kapersky nicht doch zwingt Zielsysteme von Nutzern und Firmen anzugreifen.
Das BSI rät auf Virenschutzprodukte anderer Anbieter zu wechseln, um sich nicht einer potentiellen Gefahr auszusetzen. Gerade für die Wirtschaft wäre ein solcher Angriff fatal.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir danken unserem Mitglied Herrn Krembsler für die Informationen.

Aus aktuellem Anlass…

„Der Krieg tobt in der Ukraine. Viele Unternehmen spenden für die Menschen, die nichts mehr haben, da ihr Zuhause zusammengebombt wurde oder mit wenig in der Tasche flüchten müssen. Die Spenden sind eine gute Sache und helfen. Doch unterliegen Sachspenden als „unentgeltliche Wertgaben“ der Umsatzsteuer. Der Gesetzgeber hat somit eine Situation erschaffen, bei der es für Unternehmen günstiger ist Kleidung und Lebensmittel zu entsorgen als zu spenden. Gerade vor der jetzigen aktuellen Lage ein Unding und sollte abseits der üblichen Bürokratie schnell geändert werden“, so Liliana Gatterer, Präsidentin vom Bund der Selbständigen Deutschland e.V.

Quelle: Markt und Mittelstand

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