Überbrückungshilfe IV kann beantragt werden

Die Überbrückungshilfe IV kann beantragt werden. Diese gilt für die Fördermonate April bis Juni 2022. Anträge können über prüfende Dritte eingereicht werden. Stichtag ist der 15. Juni 2022.
Weitere Informationen finden Sie auf der Seite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz: Homepage BMWK
Es muss darauf hingewiesen werden, dass die Überbrückungshilfe nur für Corona-bedingte Umsatzausfälle gilt, nicht für Ausfälle durch den Ukraine-Konflikt.

Anstieg der Existenzgründungen 2021

Die Existenzgründungen für das Jahr 2021 sind im Vergleich zum Vorjahr auf 607.000 angestiegen. Das entspricht einem Plus von 13%. Die Vollerwerbsgründungen hatten hierbei ein Plus von 18%, Nebenerwerbsgründungen 10%. Auch sogenannte Chancengründungen nahmen zu, d. h. Personen, die ein besonderes Vertrauen in ihr Gründungsprojekt haben. Sie spielen in der Corona-Krise eine große Rolle. Notgründungen liegen dagegen mit 15% auf einem Tiefstand. Eine geringere Rolle spielen allerdings Gründungen durch eine Unternehmensübernahme. Hier haben Neugründungen ein deutlich stärkeres Gewicht.
„Wir freuen uns, dass die Menschen wieder mutiger werden und sich in die Selbständigkeit begeben. 2020 hatte die Corona-Pandemie große Auswirkungen auf das Gründungsverhalten. Viele waren zurückhaltend und legten ihre Pläne auf Eis. Man wusste nicht was auf einen zukommen würde. Das hat sich 2021 geändert. Nicht realisierte Pläne wurden wieder aufgegriffen und jetzt umgesetzt, man ergriff die Chance zur Gründung“, so Liliana Gatterer, Präsidentin vom Bund der Selbständigen Deutschland e.V.

Quelle: KfW-Gründungsmonitor

Preisanpassung im Bauhandwerk

Aufgrund massiver Lieferengpässen bei Baustoffen und daraus resultierenden Preissprüngen ist eine seriöse Kalkulation von Bauprojekten immer schwieriger geworden. Bundesbauministerin Geywitz und Bundesverkehrsminister Wissing haben daher einen Erlass veröffentlicht, der Lieferengpässe und Stoffpreisänderungen für Bauvorhaben des Bundes einheitlich regeln soll. Dieser besagt, dass Neuverträge mit Preisgleitklauseln versehen werden, die die Marktentwicklung einbeziehen und sich daran anpassen sollen. Im Einzelfall können auch Preise bei bestehenden Verträgen nachträglich angepasst werden. Dies soll zunächst bis zum 30. Juni 2022 gelten und ist für öffentliche Bauleistungen verbindlich. Hiermit haben Bauunternehmen nun die Möglichkeit wieder Angebote abgeben zu können. Die Verkürzung des Mindestabstandes zwischen Angebotsabgabe und Einbau von sechs auf einen Monat hat auch einen positiven Effekt, der kurzlaufenden Bauverträgen auch eine Preisgleitung ermöglicht.

Für folgende Produktgruppen gelten die Preisgleitklauseln:
• Stahl und Stahllegierungen
• Aluminium
• Kupfer
• Erdölprodukte (Bitumen, Kunststoffrohre, Folien und Dichtbahnen, Asphaltmischgut),
• Epoxidharze
• Zementprodukte
• Holz
• Gusseiserne Rohre

Quelle: Deutsches Handwerksblatt

BSI warnt vor Virenschutzsoftware Kapersky

Wir informieren Sie, dass das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) vor der Benutzung der Virenschutzsoftware von Kapersky warnt, da nicht ausgeschlossen werden kann, dass Russland die Firma Kapersky nicht doch zwingt Zielsysteme von Nutzern und Firmen anzugreifen.
Das BSI rät auf Virenschutzprodukte anderer Anbieter zu wechseln, um sich nicht einer potentiellen Gefahr auszusetzen. Gerade für die Wirtschaft wäre ein solcher Angriff fatal.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir danken unserem Mitglied Herrn Krembsler für die Informationen.

Aus aktuellem Anlass…

„Der Krieg tobt in der Ukraine. Viele Unternehmen spenden für die Menschen, die nichts mehr haben, da ihr Zuhause zusammengebombt wurde oder mit wenig in der Tasche flüchten müssen. Die Spenden sind eine gute Sache und helfen. Doch unterliegen Sachspenden als „unentgeltliche Wertgaben“ der Umsatzsteuer. Der Gesetzgeber hat somit eine Situation erschaffen, bei der es für Unternehmen günstiger ist Kleidung und Lebensmittel zu entsorgen als zu spenden. Gerade vor der jetzigen aktuellen Lage ein Unding und sollte abseits der üblichen Bürokratie schnell geändert werden“, so Liliana Gatterer, Präsidentin vom Bund der Selbständigen Deutschland e.V.

Quelle: Markt und Mittelstand

Europäisches Lieferkettengesetz übertrifft deutsches

Das neue EU-Gesetz zur Kontrolle von Lieferketten wurde bereits vorgestellt und wird das bereits bestehende Sorgfaltspflichtengesetz in Deutschland an Strenge übertreffen. In Deutschland soll das Gesetz ab 2023 ab 3.000, ab 2024 ab 1.000 Mitarbeitenden gelten. Das EU-Gesetz zieht die Grenze allerdings schon ab 500 Beschäftigten, bei der Textil-, Lebensmittel- und Mineralienbranche wahrscheinlich sogar schon ab 250.
„Wir haben uns schon des Öfteren über die Problematik des deutschen Lieferkettengesetzes geäußert. Nun will Brüssel das noch weiter verschärfen und mittelständische Betriebe in Bedrängnis bringen. Natürlich ist es richtig Unternehmen für Menschenrechtsverletzungen und Umweltschäden innerhalb der Lieferkette zur Verantwortung zu ziehen. Das sollte allerdings ausschließlich für große Firmen gelten, da hier durchaus Missstände vorherrschen. Für mittelständische Betriebe ist das unverhältnismäßig, praxisfern und kann existenzbedrohend sein, da diese logistisch und finanziell gar nicht in der Lage wären eine komplexe und weltweite Lieferkette zu überwachen. Dadurch wird die Wettbewerbsfähigkeit und Leistungsfähigkeit enorm leiden. Die Beschäftigungsgrenze sollte unbedingt höher gesetzt werden,“ so Liliana Gatterer, Präsidentin vom Bund der Selbständigen Deutschland e.V.

Quelle: Die Rheinpfalz

Änderung der Grundsteuer

Liebe Mitglieder, wir wollen Sie darauf hinweisen, dass ab dem 1. Januar 2022 die neue Grundsteuerreform greift.
2018 hat das Bundesverfassungsgericht entschieden, dass der aus den Jahren 1964 (für West-Deutschland) und 1935 (für Ost-Deutschland) für die Grundsteuer ermittelte Einheitswert nicht mehr verfassungsgemäß ist. Daher gilt nun eine Neubewertung aller deutscher Grundstücke und somit muss auch für jedes einzelne Grundstück eine eigene Grundsteuererklärung abgegeben werden. Die Feststellung der Grundsteuerwerte erfolgt auf den 1. Januar 2022.
Hier sind allerdings gewisse Unterschiede zu beachten: Zuerst ist es entscheidend in welchem Bundesland Sie das Grundstück besitzen, da es hier leider keine einheitlichen, sondern verschiedene Modelle gibt. Auch ist die Art des Grundstücks wichtig. So unterscheiden sich die notwendigen Angaben in der Steuererklärung, je nachdem, ob es sich um unbebaute Grundstücke, Wohnungsgrundstücke oder Nicht-Wohngrundstücke handelt.
Neu ist der Grundsteuerwert, der den sogenannten Einheitswert ersetzt. Dieser wird dann, je nach Grundstücksart, durch unterschiedliche Verfahren vom Finanzamt ermittelt.
Die Berechnung der Grundsteuer erfolgt dann wie folgt:
Grundsteuerwert x Grundsteuer-Messzahl = Grundsteuer-Messbetrag
Grundsteuer-Messbetrag x Hebesatz = Grundsteuer
Die Grundsteuererklärung ist ausschließlich digital, ab dem 1. Juli 2022 bis spätestens 31. Oktober 2022, abzugeben.
Weitere Informationen finden Sie hier
Wir danken Herrn Christian Wolf, Wolf Steuerberatung, für das Bereitstellen der Informationen.

Quelle: delfi-net – Netzwerk zukunftsorientierter Steuerberater: „Lotse-Spezial, Grundsteuerreform 2022“

Entwicklung der Energiepreise jetzt BREMSEN!

BDS fordert Moratorium von steuerlichen Belastungen auf Heizöl und Treibstoffe

Die Verbraucher stehen teils Augen reibend vor den Zapfsäulen. 2 Euro und mehr für den Liter Benzin oder Diesel sind die Regel. Tendenz weiter steigend. Durch die russische Invasion der Ukraine befinden sich die Energiemärkt im Krisenmodus. Mit einem Tageshöchstpreis von 130 $ für das Barrel Öl der Nordseemarke Brent ist der Rohölpreis seit Beginn des Konflikts um ein Drittel gestiegen und nähert sich alten Rekordmarken. Gleichzeitig beträgt der Steueranteil, der an der Tankstelle gezahlt werden muss, weiterhin annähernd 50% des Kaufpreises. Der Staat verdient somit kräftig mit.
Die Mehrwertsteuer auf Treibstoffe zu senken, wie es zum Beispiel der bayerische Ministerpräsident Söder jüngst gefordert hat, ist nicht zielführend. Eine Senkung der Mehrwertsteuer würde zwar den Privatkunden entgegenkommen – allerdings würden Unternehmen dabei nicht entlastet, denn für sie ist die Mehrwertsteuer ein durchlaufender Posten.
„Seit 2 Jahren kämpfen viele Betriebe ums Überleben. Nun kommen noch mehr Belastungen auf die Unternehmer durch die hohen Energiekosten. Wir fordern von der Regierung, angesichts des Ukraine-Krieges alle Belastungen für Bürger und Betriebe zu stoppen. Die Preisspirale hat einen vorläufigen Höchststand erreicht. Wir brauchen jetzt ECHTE finanzielle Hilfsmaßnahmen, sonst werden uns die Betriebe an den Energiekosten eingehen. Unser Vorschlag ist, ein für die Krise befristetes Aussetzen der Mineralölsteuer, plus die Senkung der Mehrwertsteuer darauf, sowie eine sofortige Abschaffung der EEG-Umlage. Eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Treibstoff reicht definitiv nicht aus“, so Liliana Gatterer, Präsidentin vom Bund der Selbständigen Rheinland-Pfalz & Saarland e.V.
„Wichtiger wäre es jetzt, ein Moratorium für die festen Steuerbestandteile einzusetzen. CO2-Steuer, Energie-Steuer und Ökosteuer müssen jetzt zeitnah ausgesetzt werden. Nur so bleiben Unternehmen wettbewerbsfähig und auch die Inflation könnte wirkungsvoll eingedämmt werden“, zeigt sich die Präsidentin des BDS Bayern, Gabriele Sehorz überzeugt. „Gerade jetzt brauchen wir leistungsstarke Betriebe, die mit ihren Produkten und Dienstleistungen die Energiewende vorantreiben. Weder Mehrwertsteuersenkungen, noch höhere Pendlerpauschalen und Heizkostenaufschläge mildernd die gestiegenen Ausgaben in den Unternehmen. Wer die Unternehmer bei Entlastungen jetzt übergeht, steht dem Ziel einer schnellen Energiewende diametral entgegen.“
Der Präsident von mib – Mittelstand in Bayern, Ingolf F. Brauner fordert die Ampel-Regierung auf, dringend an die Mittelständler und Handwerksbetriebe zu denken, die auf die Mobilität ihres Außendienstes und ihrer Monteure angewiesen sind: „Die diskutierte Mehrwertsteuersenkung auf Energiepreise hat für die Wirtschaft keinerlei Auswirkungen. Der Staat muss endlich erkennen, dass das Überleben der Betriebe und der Erhalt der Arbeitsplätze gerade jetzt wichtiger sind, als auf Biegen und Brechen Öko-Aufschläge auf Energieträger durchzusetzen. Diese müssen vollständig ausgesetzt werden, bis sich die Energiepreise wieder beruhigt haben.“

   

Mindestlohn beschlossen

„Ab dem 1. Oktober 2022 wird der Mindestlohn auf 12 € angehoben. Das ist nun beschlossene Sache. Wenn die Ampelregierung ein Verständnis für die Wirtschaft aufbringen könnte, dann sollte sie die Entscheidung über den Mindestlohn der Mindestlohnkommission, die dafür von der letzten Regierung gegründet wurde, überlassen. Die Kommission besteht aus Wirtschafts- und Tarifpartnern, die ihrer Aufgabe sehr wohl gewachsen sind und die Arbeitnehmer sehr gut vertreten. Dies haben wir bereits öfters zum Ausdruck gebracht“, so Liliana Gatterer, Präsidentin vom Bund der Selbständigen Deutschland e.V.

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