Verlängerung der Steuererklärungsfrist für 2019

Vor dem Hintergrund der Corona-Krise hat das Bundesfinanzministerium Anfang Dezember erklärt, dass die Steuererklärungsfrist für 2019 um einen Monat bis zum 31. März 2021 verlängert wird. Die Große Koalition hat sich allerdings auf eine umfassende Fristverlängerung für die Steuererklärung 2019 verständigt und will das, laut Aussagen von Koalitionspolitikern, im nächsten Steuergesetz regeln.
Voraussetzung: Personen, Gesellschaften, Verbände, Vereinigungen, Behörden oder Körperschaften im Sinne der Paragrafen 3 und 4 des Steuerberatungsgesetzes müssen mit der Erstellung der Erklärung durch den Steuerschuldner beauftragt worden sein.

Eine weitere Verlängerung bis 31. August scheint sich zu bestätigen.

Verlängerung der Stundungsmöglichkeiten
Auch Stundungsmöglichkeiten für Steuerpflichtige, die durch die Corona-Krise unmittelbar und in einem nicht unerheblich negativ wirtschaftlichen Ausmaß betroffen sind, sind verlängert worden. Diese können bei dem zuständigen Finanzamt bis zum 31. März 2021 per Antrag gestellt werden. Die Stundungen laufen dann längstens bis zum 30. Juni 2021.

Quelle:
https://www.haufe.de/steuern/gesetzgebung-politik/frist-zur-abgabe-von-steuererklaerungen-2019-wird-verlaengert_168_532034.html#:~:text=31.8.2021%20verl%C3%A4ngert.-,Die%20Abgabefrist%20f%C3%BCr%20durch%20Steuerberater%20erstellte%20Steuererkl%C3%A4rungen%202019%20wird%20bis,um%20einen%20Monat%20verl%C3%A4ngert%20werde.

Steuerliche Maßnahmen zur Berücksichtigung der Auswirkungen des Coronavirus

Das Bundesministerium für Finanzen hat ein Rundschreiben an die obersten Finanzbehörden der Länder gesendet. In dem Schreiben macht das Finanzministerium klar, welche Möglichkeiten, vom Coronavirus betroffene, Unternehmen im Hinblick auf Stundungs- und Vollstreckungsmaßnahmen sowie bei der Anpassung von Vorauszahlungen für Steuern haben. Sprechen Sie umgehend mit Ihrem Steuerberater/Ihr Steuerberaterin über diese Möglichkeiten.

1. Die nachweislich unmittelbar und nicht unerheblich betroffenen Steuerpflichtigen können bis zum 31. Dezember 2020 unter Darlegung ihrer Verhältnisse Anträge auf Stundung der bis zu diesem Zeitpunkt bereits fälligen oder fällig werdenden Steuern, die von den Landesfinanzbehörden im Auftrag des Bundes verwaltet werden, sowie Anträge auf Anpassung der Vorauszahlungen auf die Einkommen- und Körperschaftsteuer stellen. Diese Anträge sind nicht deshalb abzulehnen, weil die Steuerpflichtigen die entstandenen Schäden wertmäßig nicht im Einzelnen nachweisen können. Bei der Nachprüfung der Voraussetzungen für Stundungen sind keine strengen Anforderungen zu stellen. Auf die Erhebung von Stundungszinsen kann in der Regel verzichtet werden. § 222 Satz 3 und 4 AO bleibt unberührt.

2. Anträge auf Stundung der nach dem 31. Dezember 2020 fälligen Steuern sowie Anträge auf Anpassung der Vorauszahlungen, die nur Zeiträume nach dem 31. Dezember 2020 betreffen, sind besonders zu begründen.

3. Wird dem Finanzamt aufgrund Mitteilung des Vollstreckungsschuldners oder auf andere Weise bekannt, dass der Vollstreckungsschuldner unmittelbar und nicht unerheblich betroffen ist, soll bis zum 31. Dezember 2020 von Vollstreckungsmaßnahmen bei allen rückständigen oder bis zu diesem Zeitpunkt fällig werdenden Steuern im Sinne der Tz. 1 abgesehen werden. In den betreffenden Fällen sind die im Zeitraum ab dem Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Schreibens bis zum 31. Dezember 2020 verwirkten Säumniszuschläge für diese Steuern zum 31. Dezember 2020 zu erlassen. Die Finanzämter können den Erlass durch Allgemeinverfügung (§ 118 Satz 2 AO) regeln.

4. Für die mittelbar Betroffenen gelten die allgemeinen Grundsätze.

Den Erlass zum Nachlesen finden Sie hier: https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Steuern/Steuerarten/Gewerbesteuer/2020-03-19-gewerbesteuerliche-massnahmen-zur-beruecksichtigung-der-auswirkungen-des-coronavirus.html