Update zur Überbrückungshilfe III

Besonders schwer betroffene und sehr lange geschlossene Unternehmen erhalten einen zusätzlichen Eigenkapitalzuschuss. Anspruchsberechtigt sind Unternehmen mit einem Umsatzeinbruch von mindestens 50 Prozent in mindestens drei Monaten im Zeitraum von November 2020 bis Juni 2021.
Die Fördersätze sehen wie folgt aus:

• 1. und 2. Monat :                     Kein Zuschlag
• 3. Monat :                                25%
• 4. Monat :                                35%
• 5. und jeder weitere Monat:    40%

Der Eigenkapitalzuschuss wird zusätzlich zur regulären Förderung der Überbrückungshilfe III gewährt. Des Weiteren wird die Fixkostenerstattung der Überbrückungshilfe III für Betriebe, die einen Umsatzeinbruch von mehr als 70 Prozent erleiden, auf bis zu 100 Prozent erhöht.

Darüber hinaus werden die Bedingungen der Überbrückungshilfe III nochmals verbessert:

• Die Sonderabschreibungsmöglichkeiten für Saisonware und verderbliche Ware für Einzelhändler werden auf Hersteller und Großhändler erweitert.

• Für Unternehmen der Veranstaltungs- und Reisewirtschaft wird zusätzlich zur allgemeinen Personalkostenpauschale für jeden Fördermonat eine Anschubhilfe in Höhe von 20 Prozent der Lohnsumme eingeführt, die im entsprechenden Referenzmonat 2019 angefallen wäre. Die maximale Gesamtförderhöhe dieser Anschubhilfe beträgt 2 Mio. Euro.

• Die Veranstaltungs- und Kulturbranche kann zusätzlich Ausfall- und Vorbereitungskosten, die bis zu 12 Monate vor Beginn des geplanten Veranstaltungsdatums angefallen sind, geltend machen.

• Antragstellern wird in begründeten Härtefällen die Möglichkeit eingeräumt, alternative Vergleichszeiträume zur Ermittlung des Umsatzrückgangs im Jahr 2019 zu wählen.

• Unternehmen in Trägerschaft von Religionsgemeinschaften sowie junge Unternehmen bis zum Gründungsdatum 31. Oktober 2020 sind ab jetzt antragsberechtigt. Bisher konnten nur Unternehmen, die bis zum 30. April 2020 gegründet waren, einen Antrag stellen.
• Wie für Soloselbständige mit Einnahmen ausschließlich aus freiberuflichen und gewerblichen Tätigkeiten wird auch für Soloselbständige, die Gesellschafter von Personengesellschaften sind, ein Wahlrecht geschaffen: Sie können den Antrag auf Neustarthilfe entweder über einen prüfenden Dritten oder als Direktantrag stellen (die Antragstellung auf Neustarthilfe über prüfende Dritte ist damit nur noch für Kapitalgesellschaften verpflichtend).

• Unternehmen und Soloselbstständige erhalten ein nachträgliches Wahlrecht zwischen Neustarthilfe und Überbrückungshilfe III zum Zeitpunkt der Schlussabrechnung. So kann die im Einzelfall günstigste Hilfe aufgrund des unsicheren Verlaufs der ökonomischen Entwicklung nachträglich bestimmt werden.

Weitere Informationen:
https://www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de/UBH/Redaktion/DE/FAQ/FAQ-Ueberbrueckungshilfe-lll/ueberbrueckungshilfe-lll.html

Antragstellung über:
https://www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de/UBH/Navigation/DE/Neustarthilfe/neustarthilfe.html

Die Antragsbearbeitung und Auszahlung erfolgt durch die Länder.

Hinweis zur Überbrückungshilfe III

Wir möchten Ihnen, liebe Mitglieder und Freunde des BDS ein paar Änderungen der Überbrückungshilfe III weitergeben.
So wurden die FAQ zu den Überbrückungshilfen III um weitere Details ergänzt. Es finden sich nun auch ausführliche Beispiele für die Warenwertabschreibung von verderblicher Ware bzw. Saisonware im Einzelhandel in den Erläuterungen. Die aktuelle Version der FAQ der Überbrückungshilfe III finden Sie hier:
https://www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de/UBH/Navigation/DE/Dokumente/FAQ/Ueberbrueckungshilfe-III/ueberbrueckungshilfe-lll.html

Wichtige Mitteilung für unsere Mitglieder und alle Interessierte

Ab dem 10. Februar sind die Anträge zur Überbrückungshilfe III beantragbar (www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de)!!

Die sog. „Neustarthilfe“, bei der Soloselbständige und vergleichbare Freiberufler einen einmaligen Betriebskostenzuschuss in Höhe von bis zu 7.500 EUR erhalten können, kann erst ab Ende Februar und nicht bereits am 10.2., wie der Rest der Überbrückungshilfe III, per Direktantrag gestellt werden.

Weitere Informationen zur Überbrückungshilfe III finden Sie unter:

 

Vereinfachung der Überbrückungshilfe III

 

Vereinfachung der Überbrückungshilfe III

Liebe Mitglieder und Freunde des BDS, wir möchten Sie bezüglich der Überbrückungshilfe III auf den neusten Stand bringen. Diese wurde jetzt vor allem in der Antragsberechtigung vereinfacht und in der Fördersumme aufgestockt.

Wichtig:

• Die Antragstellung und die Abschlagszahlungen starten am 10. Februar 2021.
• Die regulären Auszahlungen starten im Monat März 2021 und erfolgen wieder über die Länder.
• Anträge können bis zum 31. August 2021 gestellt werden.
Achtung: Die sog. „Neustarthilfe“, bei der Soloselbständige und vergleichbare Freiberufler einen einmaligen Betriebskostenzuschuss in Höhe von bis zu 7.500 EUR erhalten können, kann erst ab Ende Februar und nicht bereits am 10.2., wie der Rest der Überbrückungshilfe III, per Direktantrag gestellt werden.

Wesentliche Punkte der Vereinfachung:

Antragsberechtigung:

Alle Unternehmen mit mehr als 30% Umsatzrückgang sind antragsberechtigt und können die gestaffelte Fixkostenerstattung in Anspruch nehmen.
Keine Unterscheidung mehr in der Förderung durch unterschiedliche Umsatzeinbrüche und Zeiträume, Schließmonate und direkter oder indirekter Betroffenheit!

Förderhöhe:

Die monatliche Förderhöhe wurde angehoben. Die Förderhöchstgrenze liegt nun bei bis zu 1,5 Millionen Euro pro Fördermonat (bisher 200.000, bzw. 500.000 Euro), sofern dies beihilferechtlich zulässig ist.
Die Fördermonate sind November 2020 bis Juni 2021.

Abschlagszahlungen:

Die Abschlagszahlungen werden nun einheitlich gewährt und nicht nur von den Schließungen betroffenen Betrieben. Die Abschlagszahlungen sind von 50.000 Euro bis zu 100.000 Euro für einen Fördermonat erhöht worden.

Fixkostenerstattung:

Unter Fixkosten fällt folgendes:

• Pachten
• Grundsteuern
• Versicherungen
• Abonnements und andere feste Ausgaben
• Mietkosten für Fahrzeuge und Maschinen
• Zinsaufwendungen
• Abschreibungen auf Wirtschaftsgüter bis zu einer Höhe von 50 Prozent
• der Finanzierungskostenanteil von Leasingraten
• Ausgaben für Elektrizität, Wasser, Heizung etc.
• Personalaufwendungen, die nicht von Kurzarbeitergeld erfasst sind, werden pauschal mit 20 Prozent der Fixkosten gefördert
• Bauliche Maßnahmen zur Umsetzung von Hygienekonzepten können gefördert werden, sowie Marketing- und Werbekosten.
• Investitionen in Digitalisierung und Modernisierung, wie z. B. Investitionen in den Aufbau oder die Erweiterung eines Online-Shops.

Kosten bei Umbaukosten für Hygienemaßnahmen, sowie bei Investitionen in die Digitalisierung werden nunmehr auch außerhalb des Förderzeitraums berücksichtigt. Entsprechende Kosten für bauliche Maßnahmen werden bis zu 20.000 Euro pro Monat erstattet, die im Zeitraum März 2020 bis Juni 2021 angefallen sind. Für Digitalinvestitionen können einmalig bis zu 20.000 Euro gefördert werden.

Einzelhandel: Wertverluste unverkäuflicher oder saisonaler Ware für die Wintersaison 2020/2021 werden als erstattungsfähige Fixkosten zu 100% anerkannt: Das gilt u.a. für Weihnachtsartikel, Feuerwerkskörper und Winterkleidung. Es betrifft aber auch verderbliche Ware, die unbrauchbar wird, wenn sie nicht verkauft werden konnte.

Reisebranche: Umsatzausfälle durch Absagen und Stornierungen werden berücksichtigt. Externe Vorbereitungs- und Ausfallkosten werden um eine 50 prozentige Pauschale für interne Kosten erhöht und bei den Fixkosten berücksichtigt.

Pyrotechnikindustrie: Förderung für die Monate März bis Dezember 2020 können beantragt werden. Zusätzlich können Lager- und Transportkosten für den Zeitraum Dezember 2020 bis Juni 2021 eingebracht werden.

Soloselbständige:

Soloselbständige können alternativ eine einmalige Betriebskostenpauschale („Neustarthilfe“) beantragen. Diese gilt für den Zeitraum Januar 2021 bis Juni 2021 und beträgt maximal 7.500 Euro (vorher 5.000 Euro).

Berechnung der Höhe der Neustarthilfe:

Um die genaue Höhe der Neustarthilfe zu erhalten, muss der Referenzumsatz des Jahres 2019 herangezogen werden. Dabei muss der durchschnittliche monatliche Umsatz des Jahres 2019 als Basis genommen werden (=Referenzmonatsumsatz). Den Referenzumsatz erhält man dadurch, in dem man das Sechsfache dieses Referenzmonatsumsatzes nimmt. Somit beträgt er im Regelfall 50 Prozent des Gesamtumsatzes in 2019. Die Betriebskostenpauschale beträgt einmalig 50 Prozent des Referenzumsatzes.
Beispiel: Bei einem Umsatz von 20.000 Euro werden also 5.000 Euro Neustarthilfe gezahlt (50 Prozent des Referenzumsatzes für sechs Monate 2019, 10.000 Euro)

Eventuelle Rückzahlungen:

Voraussetzung für die „Neustarthilfe“ ist ein Umsatzrückgang von mindestens 60% im Vergleich zum sechsmonatigen Referenzumsatz 2019. Sollte der Umsatz in den Monaten Januar bis Juni 2021 höher wie 40% des Referenzumsatzes in 2019 liegen, dann müssen die Vorauszahlungen anteilig zurückgezahlt werden.

Antragstellung:

• Antragsverfahren können über www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de ausschließlich digital durch prüfende Dritte (Steuerberater, Wirtschaftsprüfer etc.) gestellt werden. Die Kosten werden bezuschusst. 
• Soloselbständige können unter direktantrag.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de die Hilfe selbst beantragen, sobald diese beantragbar ist. Zwingend erforderlich für die Authentifizierung im Direktantrag ist ein ELSTER-Zertifikat. Sollten Sie noch kein derartiges Zertifikat besitzen, können Sie dieses über das ELSTER-Portal beantragen.

Weitere Informationen zu Details der Überbrückungshilfe III finden Sie unter:
https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Downloads/V/vereinfachung-und-aufstockung-der-ueberbrueckungshilfe-lll.pdf?__blob=publicationFile&v=4

und https://www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de/UBH/Redaktion/DE/Artikel/ueberbrueckungshilfe-iii.html

Quellen: BMWI, VBW Bayern

Update zur Überbrückungshilfe III

Liebe Mitglieder und Freunde des Bunds der Selbständigen Deutschland e.V., wir wollen Sie über ein Update der Überbrückungshilfe III informieren. Leider ist diese noch nicht beantragbar! Wir informieren Sie, wenn dies der Fall ist. Es ist allerdings zu befürchten, dass das noch dauern wird.

Ebenso wie bei der November- und Dezemberhilfe wird es die Möglichkeit von Abschlagszahlungen geben, die im Laufe des Januar 2021 in einem vereinfachten Antragsverfahren über www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de gestellt werden können. Abschlagszahlungen sind bis zu einer Höhe von maximal 50.000 Euro möglich. Soloselbständige können unter oben genannten Link direkt Anträge stellen (= Neustarthilfe: einmalig maximal 5.000 Euro). Voraussetzung ist ein gültiges ELSTER-Zertifikat.

Antragsberechtigte:
Unternehmen, Soloselbständige, Angehörige der freien Berufe mit einem Jahresumsatz bis 500 Mio. Euro im Jahr 2020.
Zeitraum der Hilfe: Januar bis Ende 2021.

April bis Dezember 2020:
• Voraussetzung: Umsatzrückgänge von mindestens 50% in zwei zusammenhängenden Monaten oder von durchschnittlich mindestens 30% im gesamten Zeitraum im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum in 2019.
• Fixkostenzuschuss (maximal 200.000 Euro pro Monat): In allen Monaten von Januar bis Juni 2021 und rückwirkend für Dezember 2020, in denen ein Umsatzeinbruch von mindestens 30% vorhanden ist.
• Steht Unternehmen aller Branchen offen & unabhängig einer bundesweiten Schließung!

November und/oder Dezember:
• Voraussetzung: Umsatzrückgänge von mindestens 40%.
• Fixkostenzuschuss (maximal 200.000 Euro pro Monat): Rückwirkend für den jeweiligen Monat November und/oder Dezember 2020.
• Die Regelung gilt für Unternehmen aller Branchen, die nicht direkt oder indirekt von den bundesweiten Schließungen seit 2. November betroffen sind.

Dezember 2020 (ab 13. Dezember):
• Voraussetzung: Umsatzrückgänge von mindestens 30%.
• Fixkostenzuschuss (maximal 500.000 Euro, davon Abschlagszahlungen mit maximal 50.000 Euro): Rückwirkend für den Monat Dezember 2020.
• Die Regelung gilt für Unternehmen aller Branchen, die direkt oder indirekt von den bundesweiten Schließungen betroffen sind. Das sind vor allem Unternehmen aus dem Einzelhandel und den Dienstleistungsbetrieben, wie Friseure, Kosmetikstudios, Massagepraxen und Tattoo-Studios.

Januar bis Juni 2021, direkt oder indirekt betroffen:
• Voraussetzung: Umsatzrückgänge von mindestens 30% im Schließungsmonat.
• Fixkostenzuschuss (maximal 500.000 Euro/Schließungsmonat, davon Abschlagszahlungen mit maximal 50.000 Euro): Für jeden Monat mit bundesweiten Schließungen.
• Die Regelung gilt für Unternehmen aller Branchen, die direkt oder indirekt von den bundesweiten Schließungen betroffen sind.

Januar bis Juni 2021, nicht direkt oder indirekt betroffen:
• Voraussetzung: Umsatzrückgänge von mindestens 40% im Schließungsmonat.
• Fixkostenzuschuss (maximal 200.000 Euro/Schließungsmonat): Für jeden Monat mit bundesweiten Schließungen.
• Die Regelung gilt für Unternehmen aller Branchen, die nicht direkt oder indirekt von den bundesweiten Schließungen betroffen sind.

Direkt betroffene Unternehmen:
Aufgrund einer Schließungsmaßnahme Einstellung des Geschäftsbetriebes.
Beherbergungsbetriebe und Veranstaltungsstätten in Monaten mit Schließanordnungen fallen auch darunter.

Indirekt betroffene Unternehmen:
Unternehmen mit mindestens 80% Umsatz zu einem direkt betroffenen Unternehmen.

Erstattungshöhe:
Unter Fixkosten fällt folgendes:

• Mieten und Pachten
• Finanzierungskosten
• Abschreibungen bis zu einer Höhe von 50 Prozent
• Bauliche Modernisierungs-, Renovierungs- oder Umbaumaßnahmen für Hygienemaßnahmen bis zu 20.000 Euro
• Marketing- und Werbekosten

Diese beziehen sich auf den Vorjahreszeitraum und werden wie folgt erstattet:
• Bei Umsatzrückgängen zwischen 30 und 50 Prozent werden 40 Prozent der Fixkosten erstattet.
• Bei Umsatzrückgängen zwischen 50 und 70 Prozent werden 60 Prozent der Fixkosten erstattet.
• Bei Umsatzrückgängen von mehr als 70 Prozent werden 90 Prozent der Fixkosten erstattet.
• Beträgt der Umsatzrückgang weniger als 30 Prozent erfolgt keine Erstattung.

Soloselbständige können alternativ eine einmalige Betriebskostenpauschale („Neustarthilfe“) beantragen. Diese gilt für den Zeitraum Dezember 2020 bis Juni 2021 und beträgt 25% des Vergleichsumsatzes im Jahr 2019, maximal aber 5.000 Euro.
Junge Unternehmen, mit Gründung zwischen dem 1.08.2019 und 30.04.2020, haben das dritte Quartal 2020 heranzuziehen. Bezüglich der Unterstützung für November, bzw. Dezember 2020 gilt der Monatsumsatz im Oktober 2020 oder der monatliche Durchschnittsumsatz seit Gründung.

Quelle:
Überbrückungshilfe Unternehmen – Überbrückungshilfe – verbessert, erweitert und aufgestockt! (ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de)