1. Kurzarbeitergeld
- Kurzarbeit bleibt ein wichtiges Stabilitätsinstrument bei Auftragsschwankungen
- Bezugsdauer befristet bis Ende 2026 wieder bis zu 24 Monate möglich
- Ziel: Fachkräfte halten und spätere Neueinstellungen vermeiden
2. Greenwashing & Nachhaltigkeitsaussagen
- Ab Herbst 2026 deutlich strengere Anforderungen
- Begriffe wie „nachhaltig“, „umweltfreundlich“, „klimaneutral“ müssen:
- konkret,
- überprüfbar und
- belegbar sein
- Nachweise müssen für Kunden leicht zugänglich sein (z. B. Link, QR-Code)
Risiko: Abmahnungen und Reputationsschäden – besonders für kleinere Unternehmen
Was ist zu tun?
- Alle Umweltclaims sammeln (Website, Shop, Social Media, Print)
- Pro Claim klären:
- Worauf bezieht sich die Aussage?
- Welcher Nachweis existiert?
- Wo ist er dokumentiert und wer ist verantwortlich?
- Nicht belegbare Aussagen präzisieren oder entfernen
3. Verpackungsrecht
- Betrifft nahezu alle Unternehmen mit Versand oder Verpackung
- Ab 2026 mehr:
- Registrierungs- und Nachweispflichten
- Verbraucherinformationen
- Anforderungen an Recyclingfähigkeit und Quoten
Besonders relevant für:
- Onlinehandel & Plattformen
- Versand von Produkten, Ersatzteilen, Proben, Abo-Ware
- Eigenmarken und individuelle Verpackungen
4. Haftung, Produktsicherheit & Verbraucherrecht
- Digitale Komponenten (Software, Updates, KI) erhöhen Haftungsanforderungen
- Betroffen sind nicht nur Hersteller, sondern auch Händler, Importeure und Plattformen
Was ist zu tun:
- Produkte mit digitalen Komponenten identifizieren
- Rückverfolgbarkeit (Seriennummern, Chargen) sicherstellen
- Dokumentation und Versicherungen prüfen
5. Recht auf Reparatur & Widerruf
- Reparatur- und Ersatzteilprozesse gewinnen an Bedeutung
- Klare Widerrufsprozesse im Onlinehandel:
- entlasten den Kundenservice
- senken Kosten
- vermeiden Eskalationen
Weitere gesetzliche Neuerungen finden Sie unter der DIHK und bei Haufe
Quelle: BDS Sachsen-Anhalt e.V.
