Update zur Überbrückungshilfe III

Liebe Mitglieder und Freunde des Bunds der Selbständigen Deutschland e.V., wir wollen Sie über ein Update der Überbrückungshilfe III informieren. Leider ist diese noch nicht beantragbar! Wir informieren Sie, wenn dies der Fall ist. Es ist allerdings zu befürchten, dass das noch dauern wird.

Ebenso wie bei der November- und Dezemberhilfe wird es die Möglichkeit von Abschlagszahlungen geben, die im Laufe des Januar 2021 in einem vereinfachten Antragsverfahren über www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de gestellt werden können. Abschlagszahlungen sind bis zu einer Höhe von maximal 50.000 Euro möglich. Soloselbständige können unter oben genannten Link direkt Anträge stellen (= Neustarthilfe: einmalig maximal 5.000 Euro). Voraussetzung ist ein gültiges ELSTER-Zertifikat.

Antragsberechtigte:
Unternehmen, Soloselbständige, Angehörige der freien Berufe mit einem Jahresumsatz bis 500 Mio. Euro im Jahr 2020.
Zeitraum der Hilfe: Januar bis Ende 2021.

April bis Dezember 2020:
• Voraussetzung: Umsatzrückgänge von mindestens 50% in zwei zusammenhängenden Monaten oder von durchschnittlich mindestens 30% im gesamten Zeitraum im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum in 2019.
• Fixkostenzuschuss (maximal 200.000 Euro pro Monat): In allen Monaten von Januar bis Juni 2021 und rückwirkend für Dezember 2020, in denen ein Umsatzeinbruch von mindestens 30% vorhanden ist.
• Steht Unternehmen aller Branchen offen & unabhängig einer bundesweiten Schließung!

November und/oder Dezember:
• Voraussetzung: Umsatzrückgänge von mindestens 40%.
• Fixkostenzuschuss (maximal 200.000 Euro pro Monat): Rückwirkend für den jeweiligen Monat November und/oder Dezember 2020.
• Die Regelung gilt für Unternehmen aller Branchen, die nicht direkt oder indirekt von den bundesweiten Schließungen seit 2. November betroffen sind.

Dezember 2020 (ab 13. Dezember):
• Voraussetzung: Umsatzrückgänge von mindestens 30%.
• Fixkostenzuschuss (maximal 500.000 Euro, davon Abschlagszahlungen mit maximal 50.000 Euro): Rückwirkend für den Monat Dezember 2020.
• Die Regelung gilt für Unternehmen aller Branchen, die direkt oder indirekt von den bundesweiten Schließungen betroffen sind. Das sind vor allem Unternehmen aus dem Einzelhandel und den Dienstleistungsbetrieben, wie Friseure, Kosmetikstudios, Massagepraxen und Tattoo-Studios.

Januar bis Juni 2021, direkt oder indirekt betroffen:
• Voraussetzung: Umsatzrückgänge von mindestens 30% im Schließungsmonat.
• Fixkostenzuschuss (maximal 500.000 Euro/Schließungsmonat, davon Abschlagszahlungen mit maximal 50.000 Euro): Für jeden Monat mit bundesweiten Schließungen.
• Die Regelung gilt für Unternehmen aller Branchen, die direkt oder indirekt von den bundesweiten Schließungen betroffen sind.

Januar bis Juni 2021, nicht direkt oder indirekt betroffen:
• Voraussetzung: Umsatzrückgänge von mindestens 40% im Schließungsmonat.
• Fixkostenzuschuss (maximal 200.000 Euro/Schließungsmonat): Für jeden Monat mit bundesweiten Schließungen.
• Die Regelung gilt für Unternehmen aller Branchen, die nicht direkt oder indirekt von den bundesweiten Schließungen betroffen sind.

Direkt betroffene Unternehmen:
Aufgrund einer Schließungsmaßnahme Einstellung des Geschäftsbetriebes.
Beherbergungsbetriebe und Veranstaltungsstätten in Monaten mit Schließanordnungen fallen auch darunter.

Indirekt betroffene Unternehmen:
Unternehmen mit mindestens 80% Umsatz zu einem direkt betroffenen Unternehmen.

Erstattungshöhe:
Unter Fixkosten fällt folgendes:

• Mieten und Pachten
• Finanzierungskosten
• Abschreibungen bis zu einer Höhe von 50 Prozent
• Bauliche Modernisierungs-, Renovierungs- oder Umbaumaßnahmen für Hygienemaßnahmen bis zu 20.000 Euro
• Marketing- und Werbekosten

Diese beziehen sich auf den Vorjahreszeitraum und werden wie folgt erstattet:
• Bei Umsatzrückgängen zwischen 30 und 50 Prozent werden 40 Prozent der Fixkosten erstattet.
• Bei Umsatzrückgängen zwischen 50 und 70 Prozent werden 60 Prozent der Fixkosten erstattet.
• Bei Umsatzrückgängen von mehr als 70 Prozent werden 90 Prozent der Fixkosten erstattet.
• Beträgt der Umsatzrückgang weniger als 30 Prozent erfolgt keine Erstattung.

Soloselbständige können alternativ eine einmalige Betriebskostenpauschale („Neustarthilfe“) beantragen. Diese gilt für den Zeitraum Dezember 2020 bis Juni 2021 und beträgt 25% des Vergleichsumsatzes im Jahr 2019, maximal aber 5.000 Euro.
Junge Unternehmen, mit Gründung zwischen dem 1.08.2019 und 30.04.2020, haben das dritte Quartal 2020 heranzuziehen. Bezüglich der Unterstützung für November, bzw. Dezember 2020 gilt der Monatsumsatz im Oktober 2020 oder der monatliche Durchschnittsumsatz seit Gründung.

Quelle:
Überbrückungshilfe Unternehmen – Überbrückungshilfe – verbessert, erweitert und aufgestockt! (ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de)

ACHTUNG – verlängerte Anmeldefristen für die Überbrückungshilfe!!

Die Antragsfrist für die 1. Phase der Überbrückungshilfe (Fördermonate Juni bis August 2020) ist bis zum 9. Oktober 2020 verlängert worden (vorher bis Ende September).
Anträge für die 2. Phase (Fördermonate September bis Dezember 2020) können voraussichtlich ab Mitte Oktober gestellt werden.
Das wurde vom Bundeswirtschafts- und dem Bundesfinanzministerium bekannt gegeben.

Unser Vertragspartner GEMA informiert: Gutschriften bei Schließungen von Betrieben durch Corona

Vom 16.03.2020 bis zum 20.05.2020 wurden wegen den behördlichen Schließungen Verträge ruhend gestellt, der Rechnungsversand ausgesetzt und keine Gebühren berechnet. Mit der anschließenden Gutschriftenaktion hält sich die GEMA an die rechtlichen und verbraucherschützenden Vorgaben zur direkten Rückzahlung von Lizenzgebühren für die nicht mögliche Inanspruchnahme von lizenzierten Musiknutzungen.
Die Abwicklung der Gutschriften soll ausschließlich über das extra bereitgestellte Online-Portal abgewickelt werden.
Kunden werden zeitnah über ein konkretes Anschreiben über die genauen Abläufe informiert.
Vorabinformationen erhalten Sie unter:
https://www.gema.de/aktuelles/gesamtvertragspartner/aktuelles/gutschriften/

Gesetz gegen Abmahnmissbrauch soll klein- und mittelständische Unternehmen schützen

Der Bund der Selbständigen Deutschland e.V. begrüßt die Verabschiedung des neuen Gesetzes durch den Bundestag, welches gerade Selbständigen und klein- und mittelständischen Unternehmen vor Missbrauch beim Abmahnen schützen soll. Der unlauteren Praxis von manchen Abmahnanwälten sollte ein Riegel vorgeschoben werden.
Bisher war es ein lukratives Geschäft Fehler in Internetauftritten zu finden und eine Unterlassungserklärung zu fordern. Für Abmahnungen wegen Verstößen gegen die Informations- und Kennzeichnungspflichten im Internet konnte eine Kostenerstattung eingefordert werden. Das Gesetz untersagt das nun, ebenso bei Datenverstößen von Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeitern.
Außerdem ist die Wahl des Gerichtes für die Abmahnenden nicht länger gegeben. Damit können sich die Betroffenen in der Zukunft leichter juristisch wehren. Ihnen steht dann auch ein Gegenanspruch auf Ersatz der Kosten für die erforderliche Rechtsverteidigung zu.
„Der Bund der Selbständigen Deutschland e.V. fordert schon lange Maßnahmen gegen Abmahnmissbrauch. Das ist nun ein wegweisender Beschluss, der Selbständigen und klein- und mittelständischen Betrieben mehr Schutz vor unlauteren Abmahnpraktiken gibt“, so Liliana Gatterer, Präsidentin vom Bund der Selbständigen Deutschland e.V.

Quelle: Zeit Online. AFP, Max Skowronek

ACHTUNG: Anträge auf Überbrückungshilfe II können gestellt werden!

Die Anträge für die Überbrückungshilfe II können bereits gestellt werden!! Die Antragsfrist endet am 31.12.2020.

In der zweiten Phase der Überbrückungshilfe wird diese auf die Monate September bis Dezember 2020 verlängert. Dabei wird die Förderung ausgeweitet und die Zugangsbedingungen vereinfacht. Kleine und mittelständische Unternehmen, sowie Soloselbstständige und Freiberufler werden dabei mit nicht-rückzahlbaren Zuschüssen zu den betrieblichen Fixkosten besonders unterstützt. Je nach Höhe der betrieblichen Fixkosten können Unternehmen für die vier Monate bis zu 200.000 Euro an Förderung erhalten.
Nach den erweiterten Zugangsbedingungen können nun auch Unternehmen einen Antrag stellen, die einen weniger massiven Einbruch erlitten haben. Antragsberechtigt sind Unternehmen, Soloselbständige und Freiberufler, die einen Umsatzeinbruch von mindestens 50% in zwei zusammenhängenden Monaten im April bis August 2020 im Vergleich zu den Vorjahresmonaten erlitten haben, oder im selben Zeitraum im Durchschnitt mindestens 30% pro Monat.

1. Kleinen Unternehmen mit wenigen Beschäftigten und sehr hohen Fixkosten soll geholfen werden. Daher entfallen nun die Höchstgrenzen von 9.000 Euro bei bis zu fünf, bzw. 15.000 Euro bei bis zu zehn Beschäftigten.

2. Erhöhung der Fördersätze. Künftig werden erstattet:
• 90% der Fixkosten bei mehr als 70% Umsatzeinbruch (bisher 80% der Fixkosten),
• 60% der Fixkosten bei einem Umsatzeinbruch zwischen 50% und 70% (bisher 50% der Fixkosten) und
• 40% der Fixkosten bei einem Umsatzeinbruch von mehr als 30% (bisher bei mehr als 40% Umsatzeinbruch).

3. Die Personalkostenpauschale von 10% der förderfähigen Kosten wird auf 20% erhöht.

4. Bei der Schlussabrechnung sollen künftig Nachzahlungen (falls die Umsatzeinbrüche oder die Fixkosten höher ausfallen als bei Antragstellung) ebenso möglich sein wie Rückforderungen.

5. Der Antragsteller darf sich am 31.12.2019 noch nicht in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befunden haben. Unternehmen, die erst nach dem 31.12.2019 gegründet wurden, sind nicht antragsberechtigt.

6. Förderfähige Fixkosten:

  • Mieten und Pachten für Gebäude, Grundstücke und Räumlichkeiten, die in unmittelbarem Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit des Unternehmens stehen. Kosten für Privaträume sind nicht förderfähig
  • Weitere Mietkosten
  • Zinsaufwendungen für Kredite und Darlehen
  • Finanzierungskostenanteil von Leasingraten
  • Ausgaben für notwendige Instandhaltung, Wartung oder Einlagerung von Anlagevermögen und gemieteten Vermögensgegenständen, einschließlich der EDV
  •  Ausgaben für Elektrizität, Wasser, Heizung, Reinigung und Hygienemaßnahmen
  • Grundsteuern
  • Betriebliche Lizenzgebühren
  • Versicherungen, Abonnements und andere feste Ausgaben
  • Kosten für Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer, die im Rahmen der Beantragung der Corona-Überbrückungshilfe anfallen
  • Personalaufwendungen im Förderzeitraum, die nicht von Kurzarbeitergeld erfasst sind, werden pauschal mit 20 Prozent der Fixkosten der Ziffern 1 bis 10 gefördert. Private Lebenshaltungskosten oder ein Unternehmerlohn sind nicht förderfähig.
  • Kosten für Auszubildende
  • Um der besonderen Betroffenheit der Reisebüros angemessen Rechnung zu tragen, sind auch Provisionen, die Inhaber von Reisebüros den Reiseveranstaltern aufgrund Corona-bedingter Stornierungen zurückgezahlt haben, den Fixkosten nach Nr. 1 bis 12 gleichgestellt.

Wie auch in der laufenden ersten Phase erfolgt die (erneute!) Antragstellung über einen Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigten Buchprüfer oder Rechtsanwalt. Die Kosten, die dadurch entstehen, zählen auch zu den Fixkosten und müssen anteilig vom Antragstellenden getragen werden.
Die Antragsbearbeitung und die Auszahlung erfolgen wiederum über die Bewilligungsstellen der Bundesländer.
Wird der Antrag zur Überbrückungshilfe negativ beschieden, greift nur die Corona-Grundsicherung der Agentur für Arbeit, die bis Ende dieses Jahres verlängert wurde.

Quellen:
https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Pressemitteilungen/Finanzpolitik/2020/09/2020-09-18-PM-Corona-Ueberbrueckungshilfe-verlaengert.html?cms_pk_kwd=18.09.2020_%C3%9Cberbr%C3%BCckungshilfe+wird+verl%C3%A4ngert+ausgeweitet+und+vereinfacht&cms_pk_campaign=Newsletter-18.09.2020

 

https://www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de/UBH/Redaktion/DE/FAQ/FAQs/faq-liste-02.html

 

 

Mitgliederversammlung und Landesverbandstag des BDS Schleswig-Holstein

Am 23. September 2020 fand die Mitgliederversammlung und der Landesverbandstag des BDS Schleswig-Holstein im Technik- Ökologiezentrum in Eckernförde statt. Die Hybridveranstaltung (sowohl als Präsenz-, wie auch als Onlineveranstaltung) war ein voller Erfolg.

Prof. Dr. Linker ist als Beisitzer ausgeschieden und wurde aufgrund seiner besonderen Verdienste als früherer Vorsitzender die Ehrenmitgliedschaft verliehen. Frau Nicole Langer aus Dassel-Makoldendorf (Niedersachsen) wurde neue Beisitzende.

Außerdem wurde die Satzung an die aktuellen Verhältnisse und Bedürfnisse angepasst.

Aktuelle Corona-Verordnungen der Länder

Bayern:

6. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (6. BayIfSMV):

https://www.verkuendung-bayern.de/files/baymbl/2020/348/baymbl-2020-348.pdf

Änderung der 6. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung und der Einreise-Quarantäneverordnung vom 17. September 2020:

https://www.verkuendung-bayern.de/baymbl/2020-533/

Berlin:

Fünfte Verordnung zur Änderung der SARS-CoV-2-Infektionsschutzverordnung vom 1. September 2020:

https://www.berlin.de/corona/massnahmen/verordnung/

Brandenburg:

Verordnung über den Umgang mit dem SARS-CoV-2-Virus und COVID-19 in Brandenburg (SARS-CoV-2-Umgangsverordnung – SARS-CoV-2-UmgV):

https://bravors.brandenburg.de/verordnungen/sars_cov_2_umgv

Umgangsverordnung, Großveranstaltungsverbotsverordnung, Quarantäneverordnung, Verordnung zur Anpassung schulrechtlicher und lehrerbildungsrechtlicher Vorschriften:

https://kkm.brandenburg.de/kkm/de/downloads/

Hamburg:

Verordnung zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 in der Freien und Hansestadt Hamburg (Hamburgische SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung – HmbSARS-CoV-2-EindämmungsVO, gültig ab 15. September 2020):

https://www.hamburg.de/verordnung/

Mecklenburg-Vorpommern:

Verordnung der Landesregierung zur weiteren schrittweisen Lockerung der Corona-bedingten Einschränkungen des öffentlichen Lebens in Mecklenburg-Vorpommern (Corona-Lockerungs-LVO MV) vom 7. Juli 2020, Gesamtausgabe in der Gültigkeit vom 10.09.2020 bis 09.10.2020:

https://www.regierung-mv.de/static/Regierungsportal/Portalredaktion/Inhalte/Corona/Corona-Verordnung.pdf

Rheinland-Pfalz:

11. Corona-Bekämpfungsverordnung Rheinland-Pfalz (11. CoBeLVO) Vom 11. September 2020:

https://corona.rlp.de/fileadmin/msagd/Gesundheit_und_Pflege/GP_Dokumente/Informationen_zum_Coronavirus/11._CoBeLVO.pdf

Saarland:

Verordnung zur Änderung infektionsrechtlicher Verordnungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie vom 17. September 2020:

https://corona.saarland.de/DE/service/massnahmen/verordnung-stand-2020-09-18.html

Sachsen:

Sächsische Corona-Schutz-Verordnung (SächsCoronaSchVO), 1. September 2020 bis einschließlich 2. November 2020:

https://www.coronavirus.sachsen.de/download/SMS-Corona-Schutz-Verordnung-2020-08-25.pdf

Sachsen-Anhalt:

Achte Verordnung über Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus SARS_CoV2 in Sachsen-Anhalt (Stand: 15. September 2020):

https://coronavirus.sachsen-anhalt.de/fileadmin/Bibliothek/Politik_und_Verwaltung/Geteilte_Ordner/Corona_Verordnungen/Dokumente/15.09.20_8._SARS-CoV-2-Eindaemmungsverordnung_.pdf

Schleswig-Holstein:

Ersatzverkündung (§ 60 Abs. 3 Satz 1 LVwG) der Landesverordnung zur Bekämpfung des Coronavirus SARS-CoV-2, in Kraft ab 19. September 2020:

https://www.schleswig-holstein.de/DE/Schwerpunkte/Coronavirus/Erlasse/Landesverordnung_Corona.html

Thüringen:

Zweite Thüringer Verordnung über grundlegende Infektionsschutzregeln zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2, gültig ab 30. August 2020:

https://www.tmasgff.de/covid-19/verordnung

Weniger Belastungen für klein- und mittelständische Unternehmen!

Der Bund der Selbständigen Deutschland e.V. hat bereits im Mai und Juli an das politische Berlin Forderungsschreiben gesendet. Diese Forderungen wurden zum Teil auf dem diesjährigen Parteitag der FDP in Berlin aufgegriffen, was wir begrüßen.
Die Forderung nach einem Verlustrücktrag des Jahres 2020, der Abschaffung des Solidaritätsbeitrags und die Senkung der Unternehmersteuer werden von der FDP mitgetragen.
Das Anhäufen riesiger Schuldenberge, die dann in der Zukunft durch höhere Steuerabgaben finanziert werden müssen, kann nicht Sinn der Sache sein. Soloselbständige, klein- und mittelständische Unternehmen müssen derzeit ihre gesamten finanziellen Reserven anzapfen, um zu überleben. Der Bund der Selbständigen Deutschland e.V. schließt sich der Forderung nach wettbewerbsfähigen Steuersätzen für Betriebe an, damit mehr Raum für private Initiativen und private Investitionen nach der Krise entstehen kann.
Begrüßenswert sehen wir auch die Ankündigung durch den Wirtschaftsminister Peter Altmaier die EEG-Umlage abzusenken, besser noch wäre die sofortige Abschaffung der Umlage. Eine sofortige Abschaffung sorgt für eine geringere Belastung der Unternehmen.
„In der aktuellen Krise ist es wichtig, dass unterstützte und stabile Unternehmen nicht in eine Schuldenfalle geraten. Deshalb fordern wir Liquiditätszuführungen und Steuerentlastungen für kleine und mittelständische Unternehmen, damit diese nach der Krise noch ausreichend Kapital für Investitionen, für ihr Unternehmen haben, um überleben zu können“, so Liliana Gatterer, Präsidentin vom Bund der Selbständigen Deutschland e.V.

Forderungen zur Anpassung der Überbrückungshilfen in der Tourismusbranche

Zusammen mit den Tourismusverbänden fordern wir, der BDS-Rheinland-Pfalz & Saarland und der BDS-Deutschland, im Rahmen des Aktionsbündnisses Tourismusvielfalt eine Anpassung der Überbrückungshilfen.
Es ist zwar zu begrüßen, dass die Überbrückungshilfen bis zum 31.12.2020 verlängert wurden, doch gibt es noch einige Probleme, die beseitigt werden müssten.
So wurde bisher nur ein Prozent der bereitgestellten 24,6 Milliarden EUR bewilligt (siehe Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Drucksache 19/21568: http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/19/218/1921823.pdf). Zahlreiche Gespräche mit Akteuren der Branche haben nachweisbar aufgezeigt, dass dies nicht daran liegt, dass Unternehmen die angebotenen Hilfen nicht benötigen, sondern vielmehr daran, dass es zu viele Hürden bei der Beantragung gibt. Das Antragsverfahren ist umständlich, unübersichtlich und zu viele Betriebe, die einer Hilfe bedürfen, fallen durch das Raster, weil Betriebskosten und Ausfälle nicht oder nicht hinreichend berücksichtigt werden. Auch geringere Umsatzeinbußen als die bisher festgelegten 60 Prozent sind für Unternehmen bereits existenzbedrohend. Dies gilt insbesondere, da sich die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie bereits über mehrere Monate hinziehen und kein Ende für die Touristik absehbar ist. „Dieser Wirtschaftszweig wie auch die Veranstaltungsbranche sind am schwersten betroffen. Hier muss schnell Hilfe kommen“, sagt Präsidentin Liliana Gatterer.
Der BDS-Rheinland-Pfalz & Saarland und der BDS-Deutschland bringen mit dem Aktionsbündnis Tourismusvielfalt, in dem zahlreiche unterschiedliche Bereiche der Touristik vertreten sind, folgende praxisrelevante Verbesserungsvorschläge ein:

• Vereinfachung der Bewilligungskriterien:

– Die unterschiedlichen Grenzen entsprechend der Umsatzeinbrüche sollten vereinfacht werden. Unser Vorschlag ist hier, dass Unternehmen, die einen Umsatzeinbruch von mindestens 40 Prozent zu verkraften haben, 90 Prozent ihrer Fixkosten erstattet bekommen.
– Gewährung der Beihilfen unabhängig von der Beschäftigtenzahl (auch für KMU <10 Beschäftigte): Die Beschäftigtenzahl sagt nichts über die Kostenstruktur und Hilfsbedürftigkeit eines Unternehmens aus. Entsprechend ist die bisherige Deckelung der Förderhöchstbeiträge nach Beschäftigtenzahl willkürlich und realitätsfern.
– Umfragen unter den Mitgliedsunternehmen haben ergeben, dass die bisherige Deckelung von 50.000 EUR pro Monat in vielen Fällen nicht ausreichend ist. Eine Aufhebung oder Anpassung der Deckelung nach oben ist dringend erforderlich.

• Anpassung der erstattungsfähigen Kosten:

– Für viele Unternehmen, wie beispielsweise Busbetriebe, sind Leasingkosten ein erheblicher Kostenblock und der Grundstein ihres kapitalintensiven Geschäftsmodells. Unsere Forderung an dieser Stelle ist, die vollen Leasingraten und Absetzungen für Abnutzungen zu berücksichtigen, nicht nur anteilig.
– Eine Anhebung der Personalkostenpauschale von den derzeit 10 Prozent auf 25 Prozent bei der Fixkostenermittlung würde die Fehlstellung in der Tourismusbranche abmildern. Gerade hier sind Personalkosten, trotz Auftragsrückgang hoch (Bearbeitung von Stornierungen).
– Wir fordern, einen Unternehmerlohn von pauschal 2000 EUR monatlich bei der Kalkulation der Fixkosten miteinzubeziehen. Dies würde insbesondere Soloselbständigen und Kleinstunternehmen vor einer Geschäftsaufgabe und u. U. dem privaten Ruin bewahren.
– Margen und Provisionen für Einzelreiseleistungen müssen gleich behandelt werden.
– Provisionen und Margen für stornierte Reisen bzw. für Reisen, die gar nicht erst verkauft werden konnten, sollten Berücksichtigung finden und ab dem 01.08.2020 die Buchungsdaten des Vorjahres heranziehen.

• Weitere Forderungen:

– Anhebung des Höchstbetrags der Kleinbeihilfen 2020 von bisher 800.000 EUR auf 1,6 Mio. EUR
– Unternehmenseinheiten müssen einzeln berücksichtigt werden. Bisher darf für verbundene Unternehmen nur ein Antrag gestellt werden. Dies geht an der Realität vieler Unternehmen mit mehreren Betriebsstätten vorbei, die jede für sich entsprechende Betriebskosten verursachen.
– Beihilfen für alle Unternehmen.

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